[Review] Metro: Last Light

Veröffentlicht: 7. Januar 2014 in Games
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Metro-Last-Light

Ein würdiger Nachfolger mit kleinen Macken

Beklemmend, teilweise erdrückende Angst und tolle Story-Erzählung

In Metro Last Light schlüpfen wir erneut in die Rolle von Artjom, wie auch im ersten Teil. Metro Last Light setzt die Handlung ein Jahr nach Metro 2033 an, wo wir mit Artjom die folgenschwere Entscheidung getroffen haben, den so genannten „Dunklen“ (engl. dark ones), mit einer Atombombe den Lebensraum zu vernichten. Metro typisch ist vor allem die englische Synchronisation erneut hervorragend gelungen und die Story erzählt sich wie ein gutes, teilweise interaktives Hörbuch.

Was hat mir an Metro Last Light besonders gefallen?

Eins muss man Metro Last Light, sowie dem alten Teil auch, lassen: Story in einer einzigartigen Atmosphäre erzählen beherrschen Jungs von 4A Games so gut, wie andere ein Glas Wasser trinken. Auch die Schauplätze strotzen nur so von Details, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Fast jeder NPC hat eine eigene Geschichte zu erzählen oder führt einen spannenden oder dramatischen Dialog. Woran erkennt man aber jetzt eine wirklich gute Story? Daran, dass das Spiel den Spieler immer mitnimmt und in ein neues Kapitel nahtlos überführt. Daran, dass der rote Faden selten bzw. fast nie verlassen wird. Genau das macht Metro Last Light spitze!

Der zweite positive Punkt für mich ist die teils bedrückende Atmosphäre, die grafisch an manchen Stellen so gut rüberkommt. Dieses „Mittendrin-Gefühl“ breitet sich aus und bei einem Schrei eines Telepathen in einem Kanalisationslevel kann es schonmal passieren, dass einem kurz das Herz unter die Gürtellinie rutscht.

Der dritte positive Punkt ist die Soundkulisse und dazu gehört für mich auch die Vertonung. Sobald die Kopfhörer auf Surround geschaltet werden, entfaltet Metro Last Light klangtechnisch seine wahre Offenbarung. Die Waffen klingen satt und die Monster lassen einem kalten Schauder den Rücken runter laufen.

Der letzte Punkt betrifft das Thema, wie die einzelnen Levels gemeistert werden können. Wir haben praktisch fast immer die Wahl uns durchzuschießen oder mit geschickten Schleicheinlagen die Gegner auszuhebeln. Ich finde das wirklich gut gelöst, da ich mich als Spieler frei entscheiden kann und es somit nicht zur Ballerorgie ausartet. Mit dieser Option werden die Schleichfetischisten, sowie Granatenfans gleichermaßen befriedigt.

Was hat mir an Metro Last Light weniger gefallen?

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Leider wahr! Metro macht wirklich vieles richtig, schwächelt aber an manchen Stellen – zwei Punkte sind mir besonders aufgefallen. Zum einen wären da die Interaktionsmöglichkeiten. Wir bekommen teilweise sehr lange Zwischensequenzen eingespielt, wo wir zwar sehr viel zu sehen bekommen, aber interagieren, zum Beispiel in Form von Auswahloptionen wie in The Walking Dead, können wir zu keinem Zeitpunkt. Schade.

Der zweite Kritikpunkt ist die teilweise auffallend dämliche KI. Ich habe das Spiel direkt zu Beginn im Hardcore-Modus gespielt, weil ich wirklich die Herausforderung haben wollte, aber schon hier fiel mir auf, dass mein Anspruch nicht erfüllt werden kann. Ein Beispiel: Ich nähere mich in einem U-Bahn Tunnel mindestens 6 schwer bewaffneten Gegnern und schalte einen mit einem Wurfmesser aus. Die Leiche wird entdeckt und meine Widersacher alarmieren sich gegenseitig. Statt taktisch die Gegend abzusuchen, rennen sie mir schön entgegen und ich schicke einen nach dem anderen in den Jordan. Zugegeben, Komplettausfälle der KI gibt es im Spiel durchweg nicht, aber das hätte man bestimmt besser lösen können.

Fazit

Was haben wir also von Metro Last Light? Ein sehr spannendes und mitreißendes Spiel mit toller Atmosphäre und vielen Details. Die kleinen Schwächen trüben den Spielspaß keineswegs und man fühlt sich sofort wieder in Metro 2033 zurück versetzt. Ein Muss für alle Spieler der ersten Reihe, sowie Neulingen, die sich mit der Story ernsthaft auseinandersetzen wollen.

Wertung: 85 / 100 Punkten

 

PRO & CONTRA

  • gute Story
  • atemberaubende Atmosphäre
  • mitreißende Soundkulisse
  • sehr gute englische Synchronisierung
  • glaubwürdige Charaktere
  • kaum Interaktionsmöglichkeiten
  • schwache KI der Gegner
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