The Elder Scrolls Online, NDA aufgehoben – Kurzbericht

Veröffentlicht: 17. Februar 2014 in Games
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Im MMO-Himmel glänzen seit dem Release von World of Warcraft leider im Jahr 2014 nur noch sehr wenige Sterne und die, die ihr Licht gerade so an die motivierten Spieler emittieren können, verschwinden klammheimlich in der Menge des MMO-Dschungels. Doch nach der Ankündigung von der „online Variante von The Elder Scrolls: Skyrim“  waren viele Spieler begeistert und konnten das erste Beta-Wochenende nicht abwarten. Nun haben wir bereits zwei Beta-Wochenenden hinter uns, haben bis zur Aufhebung der NDA (Schweigepflicht) brav die inhaltlichen Informationen über das Spiel für uns behalten. Gestern, am 16. Februar 2014 wurde die NDA nun offiziell von Zenimax Online und Bethesda aufgehoben und in meinem kurzen Bericht über „The Elder Scrolls Online“ könnt ihr lesen, warum mich das so hoch gelobte Spiel im Regen stehen gelassen hat.

Vielen Lesern des Artikels wird der Begriff „Skyrim“ gewiss etwas sagen und damit verbinden wir die herrlich offene Welt von Tamriel, mit all seiner Liebe zum Detail. Diese Freiheit wollten die Entwickler mit der Multiplayer-Funktion koppeln und entschieden sich zur Entwicklung von einem MMO, um die Fans von Skyrim auch zu The Elder Scrolls Online zu locken. Ich habe mich selber in beide Beta-Wochenenden begeben und möchte euch im Folgenden berichten. Fangen wir mit der Optik an und hier haben die Entwickler auf einer komplett neuen Engine aufgebaut. Die gelungene, wenn auch etwas sterile Welt, fällt einem beim Betreten des Spiels sofort ins Auge. Viele Details schmücken die Welt Tamriels und bereichern, wie es auch Guild Wars 2 wundervoll bewiesen hat, die Atmosphäre. Wie es sich für ein MMO gehört erstellen wir unseren ersten Charakter, ich entscheide mich für den klassischen Hau-drauf-Allrounder: Rasse Redguard, Klasse Drachenritter. Ein Krieger könnte man sagen.

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In The Elder Scrolls online gibt es insgesamt zehn Rassen, wovon jedoch eine nur mit einer so genannten „Imperial Edition“ gespielt werden kann. Das sind die Imperialen. Ansonsten teilen sich die restlichen 9 Rassen in Fraktionen auf. Zum Ebenherz-Pakt haben sich die Nord, Dunkelelfen und Argonier zusammengeschlossen. Weiterhin bevölkern im Süden Tamriels die Hochelfen, Waldelfen und Khajit das Aldmeri-Dominion. Im Osten hat sich das Dolchsturz-Bündnis mit ihren Vertretern der Bretonen, Rothwardonen und den Orks eingelassen.

Zusätzlich kann sich der Spieler für eine der vier Klassen entscheiden. Drachenritter, Templer, Nachtklinge und Zauberer. Bei The Elder Scrolls Online (ab hier: TESO) kann jede Klasse mit jeder Waffe und Rüstung hantieren. Entscheidend bei der Auswahl der Klasse ist das Skill-Set der jeweiligen Klasse. Die Charakterentwicklung in TESO ist aber relativ frei gestaltet. Habt ihr eine Rasse und eine Klasse gewählt, entwickelt ihr eure gewählten Fähigkeiten weiter, indem ihr sie benutzt. Im aktuellen Stand gibt es in den jeweiligen Skill-Sets drei unterschiedliche Skilltrees, ich nenne sie jetzt einfach mal so. Man kann sich also zum Beispiel entscheiden in einem Skillset zu bleiben und diesen vorrangig weiterzuentwickeln. Trotz allem kann man sich aber auch im weiteren Verlauf des Spiels auch völlig anders orientieren. Die spannende Frage wird nur sein, wie viele verteilbare Punkte einem letztlich zustehen, um sich seinen Charakter zu „formen“. Die Entwickler haben sich also beim Skillsystem grob an das von Skyrim gehalten. Benutze deine Skills und erweitere somit deine Kenntnisse und Fähigkeiten. Ich persönlich begrüße diese Entscheidung und den Mut, auf das klassische Verteile-zwei-Punkte-in-einem-Baum System zu verzichten, obwohl es hart gesagt eigentlich das gleiche in grün ist. Was solls, es kopiert immerhin nicht die gefühlten 256 MMOs auf dem Markt.

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Hoch anrechnen muss ich Zenimax Online und Bethesda in jedem Fall, dass sie dieses Gefühl, jede Ecke der Welt erkunden zu wollen (wie auch beim großen Vorbild Skyrim) außergewöhnlich gut in ihr MMO transferiert haben. Ich betrete die Welt von Tamriel und habe sofort Lust zu wissen, was sich hinter diesem Berg befindet und welche Gefahren im Wald links von mir lauern. Hier gibt es nichts zu meckern. Meckern muss ich aber trotzdem, obwohl die aktuelle Spielerschaft einen, mir unerklärlichen, Hang zum Hype gegenüber TESO entwickelt. Fassen wir zuerst die finanziellen known facts über TESO zusammen: Das Spiel wird bei Amazon aktuell für 59,00 € angeboten und wird ein Abo-Modell bei Release haben. Nach dem Kauf habt ihr die ersten 30 Tage Spielzeit frei, ab dann werdet ihr mit 12,99 € jeden Monat zur Kasse gebeten. Es wird mit großer Sicherheit auch längere Spielzeitkäufe geben, bei denen ihr entsprechenden Rabatt auf den Gesamtbetrag haben werdet. Für mich liegt der Hund gerade beim finanziellen begraben. Ich muss vorab sagen, dass ich ein Abo-Modell grundsätzlich bei allen MMOs sehr begrüße, immerhin habe ich knapp sechs Jahre damit in World of Warcraft verbracht und sehr viele interessante und schöne Stunden darin verbracht. Bei TESO werde ich aber nach beiden Beta-Wochenenden das Gefühl nicht los ein Singleplayer-Spiel mit online Zwang und monatlichen Kosten zu erwerben. Aus diesem Grund habe ich meine bereits vor langer Zeit bestellte Imperial Edition vor wenigen Tagen bei Amazon storniert. Es gab während der Beta kaum eine Gruppendynamik, also dieses Gefühl, dass man auch mal in einer Gruppe agieren muss, um Erfolg zu haben. Ich weiß, dass ich das nicht tun sollte, aber warum löst World of Warcraft genau diese Eigenschaft so dermaßen gut, dass sich jeder heute darauf bezieht? Der Entwickler muss mir mit TESO ja schmackhaft machen, warum ich gerade in dieses MMO einsteigen soll und nicht alleine meine Geschichte in Skyrim erkunde. Das haben Zenimax Online und Bethesda bei mir an beiden Wochenenden leider nicht geschafft, sehr schade.

Ich persönlich mache, wie es viele andere Spieler während der Beta leider gemacht haben, ein MMO nicht an seinen Features fest, welche sich an gewisse Standards halten oder nicht. Mein Kriterium ist einzig und allein der Spaß. Empfinde ich persönlich, dass mir das Spiel aktuell Spaß macht und mich motivieren könnte lange daran Spaß zu haben? Bei TESO lautet bei mir persönlich die Antwort „Nein“ und für den ersten Eindruck gibt es eben keine zweite Chance. Wenn es um das monatlich verdiente Geld und die damit verbundene Zeit geht bin ich eiskalt und konsequent.

Trotz allem möchte ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass ich allen Einsteigern bei TESO am 4. April 2014 einen erfolgreichen Start wünsche und hoffe, dass sie mit diesem Spiel ihren langersehnten Stern im MMO-Himmel finden werden 🙂

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