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Riddick – Kritik

Veröffentlicht: 12. Februar 2014 in Filme & Serien
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Vin Diesel ist ein Name, der sich bei vielen durch die Fast & Furious Reihen eingebrannt hat und nach dem Disaster von Pitch Black versucht unser muskelgepackter Held sich noch einmal in einer ihm völlig fremden Welt zu profilieren und ob das funktioniert hat, seht ihr in der folgenden Kritik.

Vorab muss erwähnt werden, dass das Budget mit knapp 40 Mio. Dollar eher mickrig ist und dieser Malus im Film selber sichtbar wird. Riddick wurde auf einem sonnenverbrannten Planeten verbannt und muss nun in einer von Aliens und Mutanten zivilisierten Welt um sein Überleben kämpfen. Dabei werden wir Zeuge mit welchen Tricks unser Bad-ass-Bastard sich das Ungeziefer vom Hals hält, aber nicht genug. Der Planet droht durch einen todbringenden Regen jedes Leben auszulöschen und Riddick sieht sich gezwungen einen Notruf zu senden. Das gehört natürlich vollends zur Strategie unseres Überlebenskünstlers und kurz nehmen Kopfgeldjäger ihn ins Visier.

Riddick macht teilweise bei CGI-Effekten hervorragende Arbeit (Kreaturen), aber an manchen Stellen merkt man als Zuschauer auch die fehlenden Dollar. So sind viele Abschnitte des Films vollständig computeranimiert und wirken sehr aufgesetzt. Der Charakter Riddick wird im gesamten Film ständig im Vordergrund gehalten und duldet keine Mitgötter. Denn obwohl sich mit dem Wrestler Dave Bautista und der Eine-geile-Frau-ist-immer-dabei-Ikone Katee Sackhoff gleich zwei potenzielle Badass-Kandidaten in den Reihen der Widersacher finden, darf der stiernackige Ex-WWE-Fighter lediglich in einer viel zu kurzen Prügelei mit Riddick glänzen, während die Battlestar Galactica-Amazone durch pubertäres Kampflesben-Geplapper teilweise unangenehm sexualisiert wird und zwischendurch lediglich halbgare Einzeiler und verschiedenfarbige Spezialpatronen aus ihrem Scharfschützengewehr abfeuern darf.

Fazit

Riddick macht am Anfang Spaß und hat einen deutlichen Hänger im Mittelteil des Films. Die teils tollen Effekte unterstützen die Spannungskurve jedoch durchgehend solide und verhelfen dem Film damit zu einem durchschnittlichen Sci-Fi-Abenteuer. Riddick ist nichts Halbes und nichts Ganzes – aber irgendwie ein Film, den man zu Hause spontan zum Popcorn schauen kann.

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Martin Scorsese, bei diesem Namen sollten dem Filmeliebhaber vor allem Gangsterfilme in den Sinn kommen und mit seinem jüngsten Werk „The Wolf of Wall Street“ hat Scorsese nach dem niedlichen Experiment „Hugo Cabret“ wieder ganz zu seiner alten Stärke gefunden. In meiner Kritik erfahrt ihr, warum „The Wolf of Wall Street“ einer der besten Filmstarts im Jahr 2014 ist.

Leo, du geiler Scheißkerl, du bringst in diesem Film die Performance deines Lebens. New York, Mitte der 80er Jahre. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Jordan Belfort möchte als Börsenmakler an der Wall Street arbeiten. Nach dem verheerenden Crash am Black Monday 1987 verliert er jedoch seinen Job an der Börse. Der junge Leo hat aber Blut geleckt und macht sich selbstständig, durch sein großes Verkaufs- und Redetalent wächst Belforts Firma rasend schnell und ermöglicht ihm ein exzessives Luxusleben par excellence. Die unendliche Gier nach Reichtum ruft schließlich das FBI auf den Schirm.

Den Film könnte man mit nur einem Wort beschreiben: Durchgeknallt, aber dann würde ich viel zu spärlich mit meinen Emotionen umgehen, ich würde euch belügen. Falls ihr eine rein objektive Kritik zu „The Wolf of Wall Street“ lesen möchtet, dann solltet ihr an dieser Stelle aufhören und vielleicht zu imdb.com rüberschielen, da habt ihr genug platonisches Gefasel. Hier wird streng nach dem Film-Motto „Scheiß auf alles, wir sind doch eh alle durch!“ darauf los geschrieben.

Leonardo DiCaprio, im Folgenden Leo, ist ein wildes Tier, ungezähmt, besessen, gierig und lüstern zugleich. Das wohl größte Arschloch der Welt – möchte man meinen. Er ist arrogant, betrügerisch, oberflächlich und ein grausames Drecksschwein, aber so geil gespielt, dass ich ihn dafür hasse und liebe. Ich wette meine linke Hand dafür, dass ihm die Pussies von der Drecksacademy mit mindestens einem Oscar honorieren werden. Natürlich könnte es nur eine große Ausnahme sein, dass nur Leo so krank und abgespaced ist, aber nein, denn alle anderen in seiner direkten Umgebung sind genau so drauf. Man wird das Gefühl nicht los, dass alle Darsteller während den Dreharbeiten zwangsläufig irgendwas genommen oder geraucht haben müssen, denn anders lässt diese Authentizität nicht erklären, in der die Rollen gespielt wurden. „The Wolf of Wall Street“ ist ein Edel-Swinger-Club, eine hoffnungslose Irrenanstalt und ein Zirkus, wo jeder mitmachen darf. Jeder kommt auf seine Kosten. Da ist es schon so normal wie den Hausmüll rauszubringen, dass die Sekretärin dem Hausmeister aber sowas von einen bläst, nachdem sie es sich vom Top-Broker sowie vier bis fünf Angestellten GLEICHZEITIG besorgen ließ. Huren aller Preisklassen soweit das Auge reicht: Irre, Außergewöhnliche, Abgefahrene, für jeden etwas dabei. Es wird gesoffen, geschriehen, gekokst und Ecstasy-Pillen gehen runter wie ein Glas Tomatensaft mit Pfeffer im Flugzeug. Leo, der urlässige Jonah Hill und Konsorten machen das alles am liebsten gleichzeitig.

Der Film ist schon verdammt lustig, aber immer wieder lässt er uns auch die Chance mit einer Dosis Ruhe runterzukommen. Wie es sich jedoch für den kalten Entzug gehört, wollen wir bald wieder richtig drauf sein und uns an den Kopf fassen und sagen „Was zum Teufel geht da eigentlich gerade ab?!“. Martin, nein Marty du kleiner augenbrauiger Mann mit Hornbrille, du gibst uns, wonach wir uns so sehr sehnen. Ekstase, immer und immer wieder. Es ist so gut gefilmt, mit so ziemlich jeder Art von Musik unterlegt, alles ist so gut in Szene gesetzt. Aber scheiße, es sind die Kleinigkeiten, die den Film so außergewöhnlich machen. Das detaillierte Beschreiben der Wirkung dieser oder jener Luxus-Droge, ein beherzter Griff an einen Arsch da, ein liebevolles Saugen an Titten dort. Scorsese weiß, wie er die Zuschauer glücklich machen kann.

Ja, dann ist da noch die Sache mit der Verherrlichung. Schon richtig, lange wird dieser Verbrecher, dieser Betrüger, dieser Finanzhai Jordan Belfort verherrlicht bis zum geht nicht mehr. Er wird zu einer gottgleichen Lichtgestalt aufgebaut, der durch Drogen, Sex und Geld scheinbar die Welt beherrscht. Aber so unendlich hoch dieses Monument aufgebaut wird, genauso wird es auch wieder eingerissen. Die übertriebene Dekadenz des Jordan Belfort, dieses Luxusleben, die Drogen, die Nutten, der Alkohol und die wilden Vögelorgien und vor allem die Sucht nach mehr Geld, Drogen, Macht, Sex und nach mehr von allem wird ihm, dem Riesenarsch Belfort, zum Verhängnis. Er ist geblendet und meint, dass ihm die Welt zu Füßen liegt. Aber das stimmt eben nicht! Nur durch Verrat, durch Deals mit Behörden bleibt dieses Ekelpaket unberührt und straffrei. Das mag unfair sein, zeigt auf der anderen Seite aber auch das Gesicht Amerikas. Trotzdem kommt Hochmut auch bei Marty vor dem Fall Belforts. Er fällt. Er fällt richtig tief und mit ihm so manch amerikanisches System. Das Justizsystem, die Wall Street, der American Dream und auch das System von Anstand und Moral.  Am Ende steht seine Hauptfigur wieder am Anfang. Ohne alles. Und er fängt von vorne an. Arschlöcher bleiben eben Arschlöcher! Und letztlich zeigt uns der Regisseur nichts anderes als das, nämlich dass Jordan Belfort ein riesengroßes Arschloch ist.

Aber manch ein Mensch will das in seinem Rausch, von dem er geblendet und nach dem er süchtig wurde, anscheinend nicht verstehen.

haute tension

Die Horrorfilmkenner werden sich bestimmt an den Klassiker Blutgericht in Texas von 1974 (besser bekannt als Texas Chainsaw Massacre) erinnern und im ersten Schritt würde sich die Kritik zu High Tension fast eins zu eins schreiben, wäre da nicht dieser Tiefgang, aber dazu gleich mehr im unteren Abschnitt.

High Tension und Alexandre Aja sind zwei Begriffe, die einen Stein ins Rollen gebracht haben. Wenn man High Tension auf wenige Merkmale runterbrechen möchte, dann ist es eine drastische und schonungslose Kompromisslosigkeit, mit der Ausnahme auf extreme Gewaltinhalte zu verzichten. Aja behält über den gesamten Film den Charakter der Grausamkeit und die visuelle Klasse, die in jedem Fall, wie es aus Frankreichs Filmbereichen genreunspezifisch bekannt ist, über jeden Zweifel erhaben ist. Er verknüpft den Zuschauer in das sehr unangenehme Geschehen im Film und reißt ihn mit in die Hölle.

Der wahre Coup versteckt sich jedoch erst gegen Ende und ohne groß zu spoilern: Regisseur Aja tritt nicht nur seinem Publikum in das blutverschmierte Antlitz, er wirft die gesamte Logik in die – ohne tiefen Sinn – Bedeutungslosigkeit. Viele Zuschauer werden sich an diesem Punkt fassen und Aja für einen Dilettanten halten und sich stundenlang über diese oberflächliche Unüberlegtheit entrüsten. Aber hier tappen wir dann genau in die Falle, die uns Aja mit einem hämischen Grinsen aufgestellt hat. Hier sollte man versuchen den Film auf links zu drehen und einen anderen Blickwinkel einzunehmen, dann hat Aja mit seinem gravierenden Plottwist nicht nur einfach jede Menge Mut bewiesen. Er hat dazu auch noch eindringlich an die fiktionale Kraft des Kinos appelliert und unbekümmert in Kauf genommen, dass man dieses gewagte Ebene mit dem Verlust jeder Seriosität vermischt. Hut ab für dieses etwas andere Horrormeisterwerk!

Warnung! Der Film kommt zwar mit wenigen Schockerszenen aus, es fließt aber teils sehr viel Blut. Ich spreche an dieser Stelle eine Warnung aus und betitele diese Film als keine leichte Kost.

Pacific Rim – Kritik

Veröffentlicht: 17. Dezember 2013 in Filme & Serien
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Pacific Rim

Ersetzen wir Godzilla durch unbekannte, riesige Monster und fügen dem ganzen allerlei CGI-Effekte aus dem Jahr 2013 hinzu. Eine prise Mythologie dazu und fertig ist das Rezept für Pacific Rim. Endlich kann die Weltenzerstörung im Kino wieder richtig Spaß machen, denn Pacific Rim lässt sich im Ganzen recht simpel beschreiben. Riesige Monster (Kaiju = japanisch für riesiges, fremdes Monster) kommen aus entstandenen Rissen und greifen die Stadt an und die Menschen versuchen sich mit allem dagegen zu wehren. Guillermo del Toro schafft es, das nostalgische Vergnügen, indem Godzilla und Co. durch Miniaturstädte ziehen und alles kaputt stampfen, in das Zeitalter der üppigen CGI-Effekte zu retten – und mit diesen Effekten hält er sich nicht zurück, denn als Zuschauer hat man nur wenig Zeit sich zwischen dem Zerstörungs-Bombast zu entspannen, aber Entspannung wäre bei dem Film auch die falsche Erwartung. Das Positive an Pacific Rim ist aber auch, dass es sich nicht allein um das stupide Kaputtmachen konzentriert. Vielmehr werden im Film weitere Mythologien aufgesponnen, so dass man weitere Fortsetzungen vermuten könnte – bitte mehr davon.

Für alle, die keinen Anspruch auf ein reines Kopfkino wie im Falle von Inception oder sonstigen Schnulzen haben, sondern einfach nur Ausschau nach guter Unterhaltung mit purer Action suchen, ist Pacific Rim DER Film.

Wer kennt das nicht? Man landet Abends irgendwann vor dem Fernseher und stellt beim zappen durch die ganzen Programme fest, dass nur geistiger Dünnpfiff auf- und abläuft. Genervt schaltet man den Fernseher ab oder entscheidet sich die 522. Doku über das Dritte Reich bei N24 zu schauen. Klingt nicht sehr prickelnd? Dann habe ich hier ein paar heiße Tipps, wie ihr eure Abende doch noch unterhaltsam mit absoluten Top-Serien füllen könnt!

Natürlich kennen wir alle Prime-Time Serien wie z.B. Big Bang Theory, How I Met Your Mother, Two And A Half Men, etc. aber mir geht es auch um Serien, um die nicht so ein riesiger Werbe-Hype gemacht wird. Um die Recherche für Euch zu erleichtern, poste ich Euch nun die Top 10 Liste meiner Serienhighlights. Die ganz neuen Serien von 2013 habe ich bewusst nicht aufgenommen, da ich mit ihnen noch bisschen warm werden muss. Hier nun die Auflistung und anschließend eine kleine Begründung, warum ich diese Serie in die Top 10 aufgenommen habe.

  1. Dexter
  2. The Walking Dead
  3. House of Cards
  4. Sons of Anarchy
  5. Castle
  6. Game of Thrones
  7. American Horror Story
  8. Falling Skies
  9. Prison Break
  10. The Wire

Auf die Zahlen dürft ihr nicht so viel geben, sie sollen keine direkte Wertung der Serien wiederspiegeln. Sie zeigen nur, in welcher Priorität ich die Serien angeschaut habe. Doch schauen wir doch mal, um was es in den einzelnen Serien geht.

Dexter

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Dexter Morgan hat wie viele andere Menschen auch ein Geheimnis, von dem nur er weiß. Doch sein Geheimnis ist so erschreckend wie faszinierend: Er tötet Menschen. Bereits seit seiner Kindheit spürt er einen unlöschbaren Durst danach, andere Lebewesen umzubringen. Diesen unvorstellbaren Drang hat sein Vater, Harry Morgan, wirkungsvoll kanalisiert: Er hat Dexter einen Code auferlegt, an den dieser sich halten muss. Dexter tötet nur Menschen, die ebenfalls Mörder geworden sind. Auf der Suche nach seinen Opfern ist es für Dexter von Vorteil, dass er bei der Polizei von Miami arbeitet. Hier ist er als „Blood Guy“ für die forensische Analyse von Blut zuständig. Natürlich versucht Dexter, vor seinen Mitarbeitern sein dunkles Geheimnis zu verbergen. Auch seine Schwester, die extrem vorlaute Debrah arbeitet in der gleichen Polizeistation. Obwohl sie ein Mundwerk wie ein Schwerverbrecher hat, ist sie eine sehr anständige und gute Polizistin. Debrah wird es trotz ihrer Qualitäten nicht leicht gemacht, beim Morddezernat aufzusteigen. Insbesondere Lieutenant Lt. Maria LaGuerta ist die forsche Polizistin ein Dorn im Auge. Dexter hat unterdessen noch ein anderes Problem: Um nicht aufzufallen, versucht er, sich möglichst gut in die Gesellschaft zu integrieren. Aus diesem Grund geht er eine Beziehung mit der verletzlichen Rita ein. Doch kann ein gefühlloser Killer es schaffen, seiner Umwelt alles vorzuspielen?

Eine extrem spannende Serie, weil es oft vorkommt, dass die Polizei so hautnah dran ist ihn zu fassen, aber er doch noch die Spuren verwischen kann!

The Walking Dead

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Der Polizist Rick Grimes wurde nach einem misslungenen Einsatz angeschossen. Als er nun in einem Krankenhaus aufwacht, findet er dieses völlig verlassen vor. Auch in der Umgebung sieht er keine Menschenseele, nur Leichenberge vor dem Krankenhaus zeugen von einer Katastrophe, die stattgefunden haben muss. Seine Frau und sein Sohn sind ebenfalls nicht zu finden. Doch dann trifft er auf zwei Überlebende, die ihm Unfassbares berichten: Offensichtlich sind auf der ganzen Welt Menschen mit einem Virus infiziert worden, der sie in Zombies verwandelt. Rick Grimes versucht nun, seine Familie zu finden und trifft auf weitere Überlebende. Unterdessen hat Ricks Frau Lori gemeinsam mit Sohn Carl (COOORL *g) und anderen Flüchtlingen eine Zuflucht in den Hügeln außerhalb der inzwischen verlassenen Großstadt Atlanta gefunden. Dabei ist auch Ricks ehemaliger Partner und bester Freund Shane Walsh, der eine Affäre mit Lori begonnen hat. Lori weiß aber nicht, dass ihr Mann gar nicht tot ist und nach ihr sucht.

Eine sehr gute Zombie-Serie, wo nicht nur Splatter-Effekte zum Vorschein kommen, sondern die Charaktere tiefgründig handeln und das auch in der Serie sehr gut rüber bringen. Besonders gut gelungen finde ich das Artist Design der Zombies und die Soundeffekte.

House of Cards

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Francis Underwood (Kevin Spacey) ist ein zielstrebiger Kongressabgeordneter im Weißen Haus. Als ihm der versprochene Karrieresprung zum Staatssekretär unerwartet wieder abgeschlagen wird, schmiedet er gemeinsam mit seiner Ehefrau (Robin Wright) den Plan, den Präsidenten zu stürzen, um sich selbst in die Position des mächtigsten Mannes der Welt emporzuschwingen. Zu diesem Zweck geht er auch eine pragmatische Allianz mit der jungen Reporterin Zoe Barnes (Kate Mara) ein.

In dieser Politserie geht es hauptsächlich um Intrigen und Manipulation und Kevin Spacey zeigt uns, wie man durch geschickte Dialoge das ein oder andere Blatt für sich wenden kann. Absolut überzeugend und authentisch gespielt.

Sons of Anarchy

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Die „Sons Of Anarchy“, eine Rockergruppe, kontrolliert den kleinen Ort Charming, mit dem Ziel, dass er so bleibt, wie es der Ortsname verspricht. Vordergründig ein Motorradclub mit angeschlossener Autowerkstatt verdient man sein Geld vor allem, in dem man Waffen von der IRA an Drogendealer verkauft, die im Gegenzug ihren Geschäften außerhalb der Ortsgrenzen nachgehen. Denn in Charming sind die Sons das Gesetz. Andere Kriminalität hat genauso wie kapitalistische Großkonzerne draußen zu bleiben. Bevölkerung und Polizei hat man weitestgehend in der Tasche. „Hellboy“ Ron Perlman spielt Clay, den alternden Präsidenten diesen Clubs, Charlie Hunnam Jax, seinen Stiefsohn und Vizepräsidenten, der sich immer mehr von Clay entfernt. Denn er hat ein Manifest seines verstorbenen Vaters gefunden, in dem dieser in blumigen Worten von einem gewaltfreien Club schwärmt. Ex-Peggy-Bundy Katey Sagal ist die Mutter von Jax und Ehefrau von Clay, die wie Kleber den gesamten Club zusammenhält. Der droht im Laufe der Serie nämlich zwischen einer über Leichen gehenden Regierungsagentin (Ally Walker), den Streitereien mit einer rivalisierenden mexikanischen Gang und der Auseinandersetzung mit den Nazis, die Charming übernehmen wollen, zerrieben zu werden. Dabei eskaliert der Streit von Jax und Clay immer weiter.

Die Serie zeigt das Leben des MC (Motorcycle Club) Samcro in Charming mit all seinen schönen und schaurigen Seiten. Ich würde sie als eine typische „Männerserie“ bezeichnen, weil das actionreiche Setting doch sehr dafür spricht. Besonders hervorzuheben ist an dieser Serie das auf und ab, durch den der Motorradclub ständig gehen muss, um zu überleben.

Castle

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Krimi-Autor NickCastle geht gemeinsam mit der hübschen Polizeiermittlerin Kate Beckett auf Mörderjagd. Denn der Täter kopiert die Morde aus Castles Büchern. Unterstützt werden sie dabei von den Detectives Esposito und Ryan sowie Becketts guter Freundin Lanie die als Leichenbeschauerin die Mordopfer untersucht. Zu Hause erhält Castle auch ab und zu Unterstützung von seiner cleveren Tochter Alexis und seiner divenhaften Mutter Martha.

Eine wundervolle Krimi-Serie, denn die Mordmotive stehen in direktem Zusammenhang mit dem Buchautor Nick Castle. So entstehen teilweise sehr witzige Dialoge zwischen ihm und der Ermittlerin Beckett.

Game of Thrones

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Adaption der Fantasy-Bestseller-Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ nach George R.R. Martin: King Robert Baratheon (Mark Addy), der mit Cersei Lannister (Lena Headey) aus einer vermögenden aber korrupten Familie verheiratet ist, muss den fragwürdigen Tod seiner rechten Hand verdauen. Er bittet Lord Eddard „Ned“ Stark (Sean Bean) in den Süden zu reisen und ihm zu helfen, sein Königreich zu regieren. Doch es gibt eine Bedrohung für den Thron aus dem Osten. Die ins Exil verbannte, junge Prinzessin Daenery (Emilia Clarke) und ihr Bruder Visery (Harry Lloyd), deren Familie die sieben Königreiche von Westeros für viele Jahre regiert hat, wollen den Thron zurück. Zudem gibt es Gerüchte über mysteriöse Ereignisse, die sich am nördlichen Rand des Königreichs hinter einer großen Mauer ereignen, wo Jon Snow (Kit Harington), Neds unehelicher Sohn, lebt und einer Bruderschaft angehört, die sich dem Schutz der sieben Königreiche verschworen hat.
In einem Land, wo sich die Sommer über Dekaden erstrecken und die Winter ein ganzes Leben dauern können, brauen sich in allen Himmelsrichtungen Probleme zusammen, während zwei Familien sich ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel um die Macht liefern.

Wer die Bücher gelesen hat, wird die Serie lieben. Eine sehr erwachsene Serie und man merkt, dass die Produktion schon einiges an Budget zur Verfügung hatte. Eine sehr spannende Serie um den Kampf der Königreiche!

American Horror Story

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Eine Familie, die wieder zueinanderfinden will, zieht in ein neues Haus nach Los Angeles. Was sie nicht ahnen: Dort spukt es.

Als ich das erste Mal von American Horror Story gehört habe musste ich müde schmunzeln. Eine Horrorserie? Ernsthaft? Als ich dann aber die ersten drei Folgen gesehen habe, habe ich die erste Staffel förmlich verschlungen. Der Mix aus Horror und dem Familiendrama ist ausgezeichnet gelungen, sodass nichts zu kurz kommt. Für Leute, die sich bei Horrorfilmen erschrecken, sei deshalb auch hier die Warnung ausgesprochen – für nervöse Leute sicher nicht leicht verdaulich 🙂

Falling Skies

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Sechs Monate nach einer außerirdischen Invasion auf der Erde, organisiert eine kleine Gruppe überlebender Menschen in der Nähe von Boston den Widerstand. Zu ihr gehört der ehemalige Geschichtsprofessor Tom Mason (Noah Wyle), der aber immer wieder mit dem militärischen Anführer Captain Weaver (Will Patton) aneinander gerät. Die Außerirdischen entführen die Kinder der Menschen und nutzen sie als Sklavenarbeiter. Auch Toms einer Sohn Ben ist entführt worden. Während er seinen Sohn befreien will, muss er gemeinsam mit der schönen Ärztin Anne (Moon Bloodgood) auch herausfinden, was die Außerirdischen antreibt. Denn sie zu verstehen, könnte der Schlüssel zur Befreiung der Menschheit sein.

Stellt Euch The Walking Dead mit Aliens vor: Falling Skies! Wenn ihr die Serie irgendwann im Zusammenhang mit Steven Spielberg hört, dann habt ihr euch nicht verhört, da er hier als führender Produzent fungiert. Ich würde behaupten, dass Falling Skies einen kleinen Tick in der Spannung The Walking Dead hinterherhinkt, aber trotz allem eine sehenswerte Serie.

Prison Break

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Wie weit würden Sie gehen, um ihren Bruder zu retten? Michael Scofield geht dafür sehr weit. Er gibt sein bisheriges Leben auf und lässt sich in dasselbe Gefängnis stecken, in dem sein Bruder gerade auf die Vollstreckung der Todesstrafe wartet. Im Gepäck: Ein Plan für einen gemeinsamen Ausbruch.

Die Serie hat mich sehr überrascht, habe ich doch sehr lange gezögert sie komplett durch zu schauen. Sie lebt einzig und allein von der Spannung und der Ungewissheit, was im nächsten Moment passieren kann. Ein absolutes Muss für alle, die den perfekten Ausbruchplan suchen!

The Wire

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„The Wire“ spielt im drogenverseuchten Baltimore, wo die Mordrate besonders hoch ist. In der 1. Staffel schafft es der idealistische Cop Jimmy McNulty, eine Sonderabteilung aus Vertretern der Mordkommission und des Rauschgiftdezernats einzurichten, die dem Treiben des bestens organisierten Drogenbosses Avon Barksdale und dessen Partner Stringer Bell ein Ende setzen will. Mit Pager- und Telefonüberwachung will man dem übervorsichtigen Barksdale auf die Schliche kommen. Doch die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Den Vorgesetzten ist die Sondereinheit ein Dorn im Auge, geht es ihnen doch vor allem um ihre eigene Aufklärungsrate. Immer wieder versucht vor allem McNultys Boss Rawls, ihnen Knüppel zwischen die Beine zu werfen, was so weit geht, dass sie bei der Anfrage nach mehr Manpower nur die Kollegen zugeteilt bekommen, welche die anderen Abteilungen wegen ihrer Unfähigkeit und Faulheit eh loswerden wollen. Im Gegensatz zu vielen anderen Serien besitzt „The Wire“ einen breiten Fokus und konzentriert sich bei weitem nicht nur auf die Polizisten, sondern portraitiert auch die vielen konkurrierenden Drogendealer von der obersten bis zur untersten Ebene sowie die Junkies, die an der Nadel hängen. In den späteren Staffeln werden unter anderem auch noch die Geschichten der Dockarbeiter, Politiker, Lehrer, Schüler und Reporter in Baltimore erzählt.

Von der Serie werden wahrscheinlich die wenigsten Wind bekommen haben, aber jede Minute in dieser Serie zahlt sich aus. Sechs Staffeln voll gepackt mit spannenden Storys aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Total unterschätzte Serie!

Der Hobbit: Smaugs Einöde

[Quelle: addictable.de]

384 Seiten umfasst der gleichnamige Roman Tolkiens und bei der Dreiteilung der Hobbitreihe im Kino könnte man dem Regisseur Peter Jackson so einiges unterstellen: Geldgier, Überheblichkeit, Profitmaximierung durch Laufzeit. Doch nach dem Besuch am vergangenen Freitagabend bleibt ein deutliches Fazit: Man kann Peter Jackson viel vorwerfen, aber die oben genannten Motive wären beim zweiten Teil der Hobbit-Reihe schlichtweg falsch. Ich sagen das selten bei einem Film mit mehr als einem Teil, aber ich muss mich vor dem Landesheiligen Peter Jackson ehrenvoll verbeugen und zolle ihm meinen größten Respekt aus einem doch relativ schmalen Roman ein Fantasy-Epos mit so einem großen Umfang zu zaubern. Der zweite Teil ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich actionreicher und der Film nimmt von Anfang an sehr schnell Fahrt auf, wohingegen wir im ersten Teil etwas über eine Stunde warten mussten (Immer diese unpünktlichen Zwerge! *g*). Außerdem wirkt alles durch den längeren Auftritt des Drachen deutlich kraftvoller und die Handlung konzentriert sich auf wenige Schlüsselpunkte – und hier liegt auch der einzige Kritikpunkt am zweiten Teil: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise hatte insgesamt die bessere Story. In den Disziplinen „Aufregend und spannend“ hat der Der Hobbit: Smaugs Einöde aber eindeutig die Nase vorn.

Absolute Empfehlung für Herr der Ringe Fans. Ein Film, den man gesehen haben muss!

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[Quelle: www.scary-movies.de]

Im Jahr 2007 überraschte uns der Spiele- und Filmemacher Oren Peli mit einem Psychohorror-Hammer der ganz besonderen Art – die Rede ist natürlich vom ersten Teil der Paranormal Activity Reihe. Dabei geht es bei diesem Film hauptsächlich um die beiden Figuren Micah und Katie, die in ihrem eigenen Haus von einer dämonischen Präsenz heimgesucht werden. Das Filmmaterial besteht ausschließlich aus den Aufnahmen des Paares, das für die Untersuchung der Aktivitäten im Haus Kameras an unterschiedlichen Orten aufstellt.

Auch bei Paranormal Activity 4 wird dem Motto Treu geblieben, aber das war eigentlich auch schon alles, was den vierten Teil mit dem Ersten verbindet. Natürlich erwartet der Kinobesucher respektive DVD/BluRay-Käufer keine spektakuläre Story hinter einem Horror-Film, aber auch die Tugenden vom ersten Teil, bei dem wenigstens zum Teil erklärt wurde, warum und woher das Böse die beiden heimsucht, bleibt im aktuellen Teil hinter einem dunklen Nebel. Auch die schauspielerische Leistung der einzelnen Protagonisten ist zu jedem Zeitpunkt vorhersehbar und mit 50% Ehrgeiz gespielt – so kommt es zumindest rüber. Zu Gute halten muss man dem Film, dass die Horrorsequenzen (welche ja auch schon in allen anderen Teilen davor quasi „angekündigt“ werden) dem Zuschauer den Ruhepuls jedes Mal weit über den Bereich 100 katapultieren – das macht Spaß und sorgt für „Ich gucke nur zwischen meinen Fingern durch“-Momente. Leider muss man auch ganz objektiv sagen, dass der Film einem das Gefühl vermittelt unnötig in die Länge gestreckt worden zu sein. So habe ich mich in den ersten ca. 65 Minuten oft dabei erwischt, dass ich die Vorspultaste aktiviert habe, um die 0185-Dialoge getrost zu überspringen. Nachträglich zeigte sich bei genauem Hinschauen, dass sie in keinster Weise zur Aufklärung der Handlung beitragen – also alles richtig gemacht! Der spannendste und unterhaltsamste Teil des Films kommt in den letzten 20 Minuten, denn da baut sich wirklich etwas auf, dass sich „real horror“ nennen darf. Es lohnt sich also die ersten 60 Minuten zu „überstehen“!

Fazit:

Für einen Kinobesuch zu teuer und ausgelutscht, für den Sesselkinozuschauer nur bedingt zu empfehlen. Ich würde an dieser Stelle fast sagen „Für Fans zu empfehlen“, aber auch das fällt mir sehr sehr schwer. Wer die ersten drei Teile kennt, wird sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit oft an den Kopf fassen und sich wundern, was aus der Paranormal Activity Reihe geworden ist. Für Neulinge ist das mit Sicherheit ein spannender und unterhaltsamer Film. Beim nächsten Besuch in der Videothek könnt ihr ihn euch ja für wenige Euro mitnehmen und selbst euer Urteil bilden.

Bewertung: 5/10

Der Fluch der Fortsetzungen trifft leider auch Paranormal Activity.